Bildung & Entwicklung II

Schwerpunkt Bildung und Entwicklung fördern II

Erzieher/in mit individueller Profilbildung und Europaklasse

Neben den lehrplanbezogenen Pflichtmodulen in den Bereichen Elementare Kunstpädagogik, Elementare Musikpädagogik, Erlebnispädagogik, Psychomotorik, und Theatrales Spiel mit Spielleitung entscheiden Sie sich im zweiten Ausbildungsjahr (5./6. Semester) im Handlungsfeld „Bildung und Entwicklung fördern II“ für eine weitere Schwerpunkt- bzw. Profilbildung.

Diese findet im Kurssystem ganzjährig an einem Nachmittag statt (ca. 100 Unterrichtseinheiten).

Elementare Kunstpädagogik

Im Schwerpunkt „Elementare Kunstpädagogik“ erwerben Sie profunde Kenntnisse der Methoden der Kunstbetrachtung. Darüber hinaus werden Techniken und Arbeitsweisen zwei- und dreidimensionaler künstlerischer Arbeit mit Kindern vermittelt und in der Praxis erprobt.

Der kunsterzieherische Lehrgang fördert das eigene gestalterische Tun und kreative Kompetenzen.

Sie erweitern Ihre Kompetenzen im Hinblick auf Planung und Durchführung von kunstpädagogischen Praxisangeboten durch die konkrete Arbeit mit Kindern und lernen in Reflexionsrunden neue Impulse zur Vertiefung von Angeboten im künstlerisch-kreativen Bereich zu setzen.

Elementare Musikpädagogik

Im Schwerpunkt „Elementare Musikpädagogik“ vertiefen Sie Ihre Handlungskompetenz im Medium „Musik“. Sowohl im Gesang (einfache Mehrstimmigkeit) als auch im Umgang mit Instrumenten (verschiedene Trommeltechniken, Bodypercussion, Orffinstrumente, Arrangieren von Klängen) erweitern Sie Ihre Fähigkeiten.

Darüber hinaus vertiefen Sie Ihre pädagogischen Kompetenzen und Kenntnisse in den klassischen musikalischen Handlungsfeldern – Liedeinführung, Verklanglichung, Bewegung und Spiel zur und mit Musik, Klangspiel, Instrumentalspiel, Musik hören.

Ihre theoretisch erworbenen Fähigkeiten können Sie in intensiven Praxisarrangements (Arbeit mit Kindergarten- und Hortkindern) anwenden, überprüfen und vertiefen.

Elementare Waldpädagogik

Im Schwerpunkt „Elementare Waldpädagogik“ lernen die Absolventen den Lebensraum Wald als einen Ort kennen, bei dem die Elemente Natur, Erlebnis und Gemeinschaft pädagogisch miteinander verknüpft werden können.

Der Focus liegt dabei auf Methoden der Waldpädagogik, ergänzt mit Methoden aus der Erlebnispädagogik die sich zum Einsatz bei Kindern im Kindergartenalter eignen: Der Wald als Lebens-, Bewegungs- und Erfahrungsraum, bzw. Ökosystem für nachhaltige Bildung wird durch Methoden wie Sinneserfahrungsübungen, waldpädagogische Spiele, Kennenlernen von Pflanzen/Bäumen und Tieren im Wald, LandArt, Spiele mit Seilen und Aufbau von niederen Seilelementen und Schnitzen vermittelt.

Die Methoden werden ganzheitlich unterrichtet, d. h. sowohl theorie-, handlungs- und anwendungsorientiert. Der Theorieteil umfasst Bildungsaspekte (Bildung für nachhaltige Entwicklung, Ziele der Waldpädagogik), pädagogische Vermittlung von Inhalten, sowie das Rollenverständnis und die Anforderungen an die Erzieherin/den Erzieher. Sicherheitsrelevante Themen wie Material- und Knotenkunde, Sicherheitsregeln und Gesetzesbestimmungen werden handlungsbegleitend vermittelt. Im Handlungsteil können sie die Methoden selbst kennenlernen, ausprobieren und reflektieren. Im Anwendungsteil kommen die Methoden bei Waldnachmittagen mit den Kindern unserer Kooperationseinrichtung zum unmittelbaren Einsatz. Die Absolventen sind in diesen Praxisarrangements von der Planung über die Durchführung und die Reflexion verantwortlich beteiligt.

Psychomotorik

In diesem Kurs vertiefen Sie Ihre psychomotorische Kompetenz. In der Praxis planen und diskutieren Sie dabei verschiedene psychomotorische Bewegungslandschaften und Aufbauten im Hinblick auf verschiedene Zielgruppen. Dabei stehen Kinder unter drei Jahren und Kinder/Jugendliche mit Handicaps im Vordergrund.

Aus dieser Kompetenz heraus entwickeln Sie praktische Bewegungsangebote mit Krippenkindern oder Schulkindern.

Theatrales Spiel mit Spielleitung

Im Schwerpunkt „Theatrales Spiel“ erwerben Sie durch eigenes Handeln profunde Kenntnisse in der Methodik der Theaterpädagogik und des darstellenden Spiels. Schwerpunkte sind dabei die Förderung der Phantasie, der Wahrnehmungsfähigkeit, des Körperbewusstseins, der eigenen Spontaneität sowie das Schärfen der Aufmerksamkeit auf sich und für die Spielpartner.

Aus Improvisationen werden Szenen entwickelt und gefestigt.

Außerdem erlernen Sie verschiedene Möglichkeiten, Theaterprojekte mit Schauspielern unterschiedlicher Altersstufen aufzubauen und durchzuführen. Im Weiteren lernen Sie, diese angewandten Grundlagen und Methoden selbst anzuwenden, und übernehmen die Rolle des Spielleiters. Später leiten Sie während der Praxisangebote im Hort oder in Kindertagesstätten Theaterstunden mit Kindern an.

Werken mit Kindern

Im Umgang mit verschiedenen Handwerkzeugen für die Bearbeitung des Werkstoffes „Holz“ werden Sie in Theorie und Praxis geschult. Danach können Sie Ihre Erfahrungen mit Kindergartenkindern umsetzen.

Nicht nur der handwerkliche Aspekt, sondern auch pädagogische und persönlichkeitsbildende Inhalte sollen hier eine Rolle spielen. Weiter lernen und erfahren Sie, was die Werkprozesse für die Entwicklung der Kinder bedeuten, und kommen in Kontakt mit dem Werkstoff „Holz“ durch praktisches Arbeiten im Wald, durch Suchen, Sammeln, Konstruieren, Bauen, Gestalten und Bearbeiten.