Heilerziehungspfleger/in

Ausbildungsform MB (Mit Berufspraktikum)

Fachschule für Heilerziehungspflege

Der theoretische Unterricht findet von Montag bis Freitag statt. Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres erfolgt die theoretische (schriftliche und mündliche) Abschlussprüfung.

Mit Beginn des dritten Ausbildungsjahres gehen die Fachschülerinnen in das einjährige Berufspraktikum. Das Berufspraktikum wird in einer Einrichtung der Behindertenhilfe bzw. in einer Einrichtung der Sozialpsychiatrie absolviert. Um diesen Praktikumsplatz bewerben sich die Fachschülerinnen selbstständig.

Das Berufspraktikum kann nach Absprache mit der Schule auch im angrenzenden Ausland (z. B. Österreich, Schweiz, Liechtenstein) absolviert werden.

Es können auch zwei Monate über Erasmus gefördert in allen Ländern der EU absolviert werden.

Am Ende des dritten Ausbildungsjahres erfolgt die fachpraktische Prüfung.

Während des Berufspraktikums wird von der Einrichtung eine Ausbildungsvergütung gezahlt. Diese entspricht in etwa der Hälfte des Gehalts einer ausgebildeten Fachkraft in den ersten Berufsjahren.

Die schulische Ausbildung kann nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert werden. Hierzu erhalten Sie nähere Informationen bei den für Sie zuständigen Behörden (Landratsamt bzw. Stadtverwaltung). Alternativ besteht die Möglichkeit, elternunabhängiges Aufstiegs-BAföG bei den zuständigen Behörden zu beantragen. Der monatliche Beitrag zum Unterhalt (ca. 300,00 €) muss nicht zurückgezahlt werden.

Die Fachschule für Heilerziehungspflege bietet in dieser Ausbildungsform den Fachschülerinnen die Möglichkeit, neben der regulären Ausbildung zur/zum Heilerziehungspfelger/in auch die Fachhochschulreife und/oder eine religionspädagogische Zusatzqualifikation zu erwerben.

Struktur der Ausbildung

Während der ersten beiden Ausbildungsjahre an der Schule finden verschiedene Praktika bzw. verschiedene Praxisphasen in enger Zusammenarbeit mit den Einrichtungen statt.

  • Das dreimonatiges Blockpraktikum ist Bestandteil des ersten Ausbildungsjahres. Es besteht aus zwei Teilen und wird von PraxislehrerInnen der Fachschule begleitet. Hier werden Erfahrungen in den Praxisfeldern der Heilerziehungspflege unter Anleitung vertieft.
  • Im Projekt "Bildung & Freizeit" bieten FachschülerInnen des Unterkurses in Begleitung von Lehrkräften Bildungs- und Freizeitangebote für Menschen mit Behinderung in der Art von Volkshochschulkursen an.
    Das Projekt erstreckt sich über 12 Termine und bietet Kreativ- und Bewegungsangebote, wie z. B. Tanzen, Musizieren, Werken mit verschiedenen Materialien, Sport und Spiel, Theater, Schmuck-/Filzwerkstatt usw. (Einblicke).
    Bereits im ersten Ausbildungsjahr erlangen die Fachschülerinnen umfangreiche didaktische Kenntnisse und können selbstständig einzelne Kursabende planen und gestalten.
  • Im zweiten Ausbildungsjahr absolvieren die Fachschülerinnen ein sechswöchiges Pflegepraktikum (150 Std.) in einer ausgewiesenen Pflegeeinrichtung sowie ein Projekt über 15 Termine mit einem oder mehreren Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung.
  • Es wird darüber hinaus in regelmäßigen Abständen eine Bildungsreise geplant, organisiert und durchgeführt. Zusammen mit den Lehrkräften der Fachschule wird eine Reise für Menschen mit Assistenzbedarf angeboten.
    Bisherige Ziele der Bildungsreise waren: Wien, Berlin, Hamburg, Ungarn und die Toskana.

Impressionen und Interviews aus dem Jahr 2017 zu Bildung und Freitzeit

Kosten, Zulassungsvoraussetzung und Bewerbung

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