Heilerziehungspfleger/in

Zusatzqualifikationen

Im Rahmen der Heilerziehungspflegeausbildung sind folgende Qualifikationen und Zusatzqualifikationen möglich oder eingeschlossen:

Allgemeine Fachhochschulreife

(nur in der Ausbildungsform MB möglich)

Durch zusätzlichen Unterricht können Sie neben dem Berufsabschluss "staatlich anerkannte Heilerziehungspflegerin/staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger" zeitgleich die allgemeine Fachhochschulreife erwerben. Die Leistungen/Noten für den Berufsabschluss werden im Zeugnis der Fachhochschulreife mit eingerechnet.

Zusatzunterricht in den Fächern

Deutsch        200 Stunden
Englisch        240 Stunden
Mathematik  240 Stunden

Nach erfolgreicher Abschlussprüfung steht der Weg für bestimmte Studiengänge offen. An der Katholischen Hochschule Freiburg werden für den Bachelorstudiengang "Pädagogik" zwei Semester der Berufsausbildung zum/zur Heilerziehungspfleger/in anerkannt. Sie studieren daher statt sieben Semestern nur fünf Semester.

Kosten

Die Gesamtkosten für die Fachhochschulreife betragen derzeit 500,00 €.
1. Ausbildungsjahr: Vorbereitungskurse (keine Zusatzkosten)
2. Ausbildungsjahr: 250,00 €
3. Ausbildungsjahr: 250,00 €

Religionspädagogische Zusatzausbildung

Die religionspädagogische Zusatzqualifikation ist speziell auf die Praxisfelder der Heilerziehungspflege ausgerichtet. Die Kompetenzen, die mit zusätzlichem Unterricht von den FachschülerInnen erworben werden, beziehen sich auf die Unterstützung und Assistenz von Personen in religiösen und spirituellen Anliegen. Die religionspädagogische Zusatzausbildung schließt direkt an die Module des Faches Religion und Ethik an und umfasst insgesamt 102 Stunden, davon sind 50 Stunden zusätzlicher Unterricht.

Kirchliches Zertifikat
Nach bestandenem Kolloquium erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat, in welchem die Inhalte und der zeitliche Umfang der Zusatzqualifikation dargestellt sind.

Trampolinschein

Grundkurs: Auf- und Abbau des Gerätes, Absicherung, Tuchgewöhnung, Standsprünge, Einführung in die Methodik, Hilfestellungen, zielgruppenspezifische Angebote (20 Stunden). Grundvoraussetzung zur Nutzung eines Trampolins.

Kinästhetik

Grundkurs in der Pflege (24 Stunden mit Zertifikat).

Kinaesthetics in der Pflege ermöglicht eine gezielte und systematische Hilfe zur Selbsthilfe. Im Mittelpunkt des Angebots stehen die alltäglichen Aktivitäten der Pflege und Betreuung. Durch die Sensibilisierung für die eigene Bewegung und die des Gegenübers lernt die Pflegende, jede Unterstützung an die Situation angepasst und in einer Interaktion mit der pflegebedürftigen Person lern- und gesundheitsfördernd zu gestalten.

Die KursteilnehmerInnen lernen Menschen bei Aktivitäten wie essen, aufsitzen, aufstehen oder beim Bewegen im Bett so zu unterstützen, dass diese ihre Bewegungsmöglichkeiten so weit wie möglich ausschöpfen und ihre Bewegungskompetenz erhalten und erweitern können.

Dadurch entfalten pflegebedürftige Menschen mehr Eigenaktivität und werden schneller mobil. Sie fühlen sich nicht wie ein Gegenstand, der wegen eines "Defektes" manipuliert werden muss, sondern erfahren sich selbst als wirksam in Bezug auf ihren Gesundheitsprozess. Sie lernen ihre Lebensqualtiät vermehrt selbst zu beeinflussen.

Indem die Fachperson den pflegebedürftigen Menschen nicht mehr wie eine Sache zu heben versucht, sondern ihn in seiner Bewegung unterstützt, nehmen überdies die arbeitsbedingten gesundheitlichen Risiken des Personals deutlich ab.

Das Programm bringt vor diesem Hintergrund einen doppelten Gewinn: Die Anwendung von Kinaesthetics in der Pflege leistet einen wertvollen Beitrag zu einem humanen und respektvollen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen und zur Gesundheitsentwicklung aller Beteiligten.