Heilpädagoge/in

Zusatzqualifikationen

Zertifikat Diagnostik / Heilpädagogische Diagnostik

Heilpädagogen berücksichtigen medizinische, psychologische, soziologische und pädagogisch / heilpädagogische Sichtweisen, um die Wechselwirkungen zwischen biologischen Voraussetzungen, sozialem Kontext und psychischem Erleben des Menschen zu erkennen, zu erklären und zu verstehen.

Wissen, Fertigkeiten und Kompetenzen, die Sie im Kompetenzbereich "Diagnostik" erwerben und entwickeln können, werden in einem Zertifikat bescheinigt.

Grundlagen diagnostischer Tätigkeit

Ziele heilpädagogischer Diagnostik
Statusdiagnostik versus Prozessdiagnostik
Testtheoretische Grundlagen: Grundlagen der Psychometrie, Bedeutung der Gütekriterien psychodiagnostischer Verfahren
Diagnostische Zugänge: Anamnese, Exploration, (Verhaltens-)Beobachtung, psychologische Tests
Überblick über diagnostische Manuale: ICD-10, DSM-IV, ICF
Bedeutung der heilpädagogischen Diagnostik im interdisziplinären Kontext

Anamnese, Exploration und Verhaltensbeobachtung

Entwicklungspsychologisch orientierte Anamnese (motorische Entwicklung, kognitive Entwicklung, Sprachentwicklung, emotionale Entwicklung, Entwicklung sozialer Beziehungen
Erfassen der kindbezogenen Risikofaktoren ("schwieriges Temperament"), familiären Risikofaktoren, Risikofaktoren im Lebensumfeld unter Einbeziehung der Ressourcen in den einzelnen Bereichen
Die Bedeutung strukturierter Interviews in der Anamnese (K-DIPS, DIPS)
Die Bedeutung professioneller Beobachtung und das Erstellen von Beobachtungsbögen
Standardisierte Beobachtungsverfahren (z.B. VBV 3-6)

Testdiagnostik

Entwicklungsdiagnostik

ET 6-6: Entwicklungstest 6 Monate bis 6 Jahre
WET Wiener Entwicklungstest: 3 bis 6 Jahre
BUEGA: Basisdiagnostik umschriebener Entwicklungsstörungen im Grundschulalter

Intelligenzdiagnostik

K-ABC: Kaufman Assesment Battery for Children
CFT 20: Grundintelligenztext Skala 2 mit Wortschatztest (WS) und Zahlenfolgetext (ZF)
SPM: Raven's Standard Progressive Matrices
SON-R 2 1/2 - 7: Snijders Oomen nonverbaler Intelligenztest für Kinder
TBGB: Testbatterie für geistig Behinderte

Temperamentsdiagnostik und Diagnostik einzelner Entwicklungsbereiche

IKT: Inventar zur integrativen Erfassung des Kind-Temperaments
FEW 2: Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung
HSET: Heidelberger Sprachentwicklungstest
M-ABC 2: Movement Assesment Battery for Children
D 2: Aufmerksamkeits- und Konzentrationstest
KVT: Konzentrations- Verlaufs-Test
EAS: Erfassungsbogen für aggressives Verhalten in bestimmten Situationen

Diagnostik von Teilleistungsstörungen

ZAREKI-R: Testverfahren zur Dyskalkulie
SLRT: Salzburger Lese- und Rechtschreibtest

Projektive Verfahren und Thematische Apperzeptionstest

CAT: Thematischer Apperzeptionstest für Kinder
Familie in Tieren
Schweinchen Schwarzfuß
PFT: Picture Frustration Test
HT: Hamster-Test

Befundintegration und heilpädagogische Stellungnahme

anamnestische, explorative, beobachtete und testdiagnostisch gewonnene Befunde und Erkenntnisse miteinander in Beziehung setzen
Heilpädagogische Stellungnahmen verfassen

Ethische Fragestellungen hinsichtlich Diagnostik und gutachterlichen Handelns