Institut

Herzlich wilkommen ...

... auf der Webseite des Instituts für Soziale Berufe Ravensburg, Wangen und Bad Wurzach. Ich freue mich sehr, dass Sie sich für unser Institut und damit für einen sozialen Beruf interessieren.

Die Wirklichkeit immer umfassender wahrzunehmen ist nach dem Tübinger Theologen Alfons Auer die Aufgabe des Menschen. Er soll auf der Grundlage eines erweiterten Wissens und Könnens sein Handeln wirklichkeitsgerechter gestalten.

Für die sozialen Berufe heißt dies aber, die Menschen die Sie begleiten und unterstützen besser kennenzulernen und damit die Lebenqualität dieser Menschen zu sichern. Die zentrale Aufgabe der Ausbildungen am Institut ist Sie in diesem Prozess zu begleiten und zu unterstützen. Dies soll in einer Atmosphäre des gegenseitigen Respektes und der gegenseitigen Achtung geschehen.

Ich wünsche Ihnen bei Ihrer Entscheidung für eine Ausbildung am Institut viel Glück und fruchtbare, interessante Bildungserfahrungen in der Zusammenarbeit mit Dozenten/innen des Instituts und den Kindern, den Jugendlichen, den Menschen mit Behinderungen und den alten Menschen, denen Sie in Zukunft kompetente und menschliche Partner sind."

Herzliche Grüße,
Kurt Brust
Geschäftsführer und Direktor des Instituts

Institut für Soziale Berufe

Das Institut ist ein Zentrum für Aus- und Weiterbildung in sozialen Berufen. 
Als Ausbildungsstätte in katholischer Trägerschaft sind wir an vier Standorten in Ravensburg, Wangen und 
Bad Wurzach vertreten. Unser Institut besteht aus 7 Fachschulen und der Akademie für Fort-& Weiterbildung.

In den 7 Fachschulen werden ca. 1150 Ausbildungsplätze angeboten. 52 hauptamtliche Dozenten und
ca. 100 nebenamtliche Lehrkräfte bereiten junge, aber auch Menschen mittleren Lebensalters auf verschiedene soziale Berufsfelder vor. Die Dozentinnen und Dozenten haben sich in der Regel nach ihrer wissenschaftlichen Ausbildung über mehrere Jahre in verantwortlichen Aufgaben in der Praxis bewährt.

Für das Selbststudium und den Unterricht stehen am Institut unentgeltlich die Bibliothek mit mehr als 25 000 Medieneinheiten, aktuellen Fachzeitschriften mit PC Arbeitsplätzen und Kopierer zur Verfügung. 
Die Unterrichtsräume sind mit PC und Beamer ausgestattet. Weiterführend gibt es Kleingruppenräume 
und Werkräume, die speziell für jeden Werkstoff eigenes eingerichtet sind.

Ziel des Instituts

Das Ziel ist das miteinander Arbeiten, voneinander Lernen und das Üben des fach- bzw. berufsfeldübergreifenden Denkens. Die Förderung des gegenseitigen Austausches von beruflichem Wissen, theoretischen Grundlagen und Praxiserfahrungen von Studierenden und Lehrkräften ist eine Grundidee des Instituts. Dieser ständige Austausch trägt wesentlich zur kontinuierlichen Entwicklung und Verbesserung des Lehrangebotes bei. Wir verstehen uns nicht als additive Zusammenfügung verschiedener Fachschulen und Ausbildungsgänge, im Sinne einer „Bündelschule“.

Kooperation zwischen den Lernorten, Fachschulen und Praxisstellen

Die enge Zusammenarbeit von Ausbildungsstätte und Praxiseinrichtungen, oft auch einseitig als Spannung von „Theorie und Praxis“ gekennzeichnet, ist wesentliches Element der Arbeit des Institutes. Die gemeinsame Verantwortung drückt sich in gemeinsamen Schul- und Praxisverträgen, regelmäßigen Konferenzen von Dozenten, Heimleitungen und Studierenden, Fortbildungen für Praxisanleiter, Lehraufträge für Fachkräfte aus der Praxis und Beteiligung der Praxisvertreter an fachpraktischen Prüfungen und Kolloquien aus. Sehr viele hauptamtliche Dozenten am Institut sind mit einem erheblichen Teil ihres Deputats als Praxislehrer tätig und sichern somit die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Institut und Praxiseinrichtung.
Alle Fachschulen werden durch einen fachlichen Beirat, bestehend aus den Schulleitungen und Führungskräften aus der Praxis, begleitet.

Selbstverständnis

Wir gestalten den Freiraum des Privatschulgesetzes unter anderem hinsichtlich Orientierung am christlichen Welt- und Menschenbild, Unterrichtsinhalten und Unterrichtsgestaltung, Kriterien für die Auswahl und Aufnahme von Bewerbern sowie die Auswahl und Eignung der Lehrkräfte. Ausbildung im Sinnhorizont christlichen Glaubens bedeutet für uns: Als Lehrerin und Lehrer bemühen wir uns, den Kollegen und den FachschülerInnen von Person zu Person zu begegnen. Wir wollen, dass das Institut in seinen Lebensstrukturen auch zu einem Ort der Glaubenserfahrung wird. In einer Atmosphäre der Offenheit für religiöse Fragen im Institut werden Impulse für den persönlichen Glaubensweg gegeben. 

Das Institut versteht sich als Partner der sozialen Einrichtungen und Praxisstellen in der Gestaltung eines Lebensumfeldes, in dem die Tragkraft des christlichen Menschenbildes glaubwürdig wird. Wir treten für die Entfaltung der Lebensqualität jedes Einzelnen ein und sehen uns insbesondere als Anwalt für jene, die benachteiligt und von Ausgrenzung bedroht sind. Lebensqualität erreichen wir durch die Förderung und Entwicklung von Anlagen und Fähigkeiten mit dem Ziel, das Leben als sinnvoll zu erleben.

Die Mitarbeiter des Instituts verstehen sich als Dienstgemeinschaft von Menschen mit unterschiedlichen Gaben und Fähigkeiten. Wir erwarten voneinander ein hohes Engagement, sehr gute fachliche Leistungen und die Bereitschaft, das Institut als katholische Bildungseinrichtung weiter zu entwickeln, tun dies aber im Bewusstsein der eigenen Grenzen und Fehler und der Notwendigkeit gegenseitiger Hilfe.

Christliches Menschenbild als Grundlage der Ausbildung

Die Vorbereitung der Studierenden auf eine eigenverantwortliche berufliche und soziale Tätigkeit muss eine intensive Auseinandersetzung mit den Wertgrundlagen des Lebens umfassen. Menschliches Leben mit Behinderung, psychischer Erkrankung, vor der Geburt oder im hohen Alter, war in der Vergangenheit und ist heute wieder gefährdet und oftmals bedroht.
Die Lehrkräfte des Instituts für Soziale Berufe haben das christliche Menschenbild als Grundlage, ihrer Ausbildungsarbeit. Der Mensch ist einmalig und Gottes Geschöpf. Jeder Mensch darf sich als von Gott gewollt und persönlich angenommen verstehen. Dieser Schöpfungsakt Gottes verleiht dem Menschen seine Würde, diese ist unverlierbar, egal auf welcher Entwicklungsstufe (vorgeburtlich oder nach der Geburt) er sich befindet, egal ob er jung oder alt, genial oder schwer geistig behindert, stark oder hilflos, unabhängig oder weitgehend pflegebedürftig ist.
In diesem christlichen Verständnis ist der andere Mensch ein Bruder in Christus, der ein Anrecht auf unsere Solidarität und Hilfe hat und nicht ein „Adressat“ unserer professionellen Arbeit.
Der christliche Sinnhorizont hat für die Lehrkräfte des Instituts einen kritisierenden, einen stimulierenden und einen integrierenden Effekt. Der kritisierende Effekt besteht in der Ablehnung menschenunwürdiger Verhältnisse auf zwischenmenschlicher, institutioneller, wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene. Der stimulierende Effekt besteht im Vertrauen auf die heilende menschliche Gestaltungsfähigkeit im Hinblick auf die Eine Welt. Der integrierende Effekt besteht in der Überzeugung, dass die geleistete Arbeit in einem umfassenden Sinn als sinnvoll erfahrbar wird.