Pflegefachfrau/mann

Ausbildung

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert 3 Jahre, ist europaweit anerkannt und vermittelt die erforderlichen Kompetenzen für die selbständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen in allen Altersstufen in akuten, dauerhaft stationären und ambulanten Pflegesituationen.

Dies umfasst

  • vorbeugende
  • heilende
  • rehabilitative
  • palliative
  • sozialpflegerische Maßnahmen

zur Erhaltung, Förderung, Wiedererlangung oder Verbesserung der physischen und psychischen Situation der zu pflegenden Menschen. Sie werden beraten, in allen Lebensphasen unterstützt und gepflegt und beim Sterben begleitet. Eine angemessene Ausbildungsvergütung wird gezahlt.

Zugangsvoraussetzungen

  1. Mittlerer Bildungsabschluss oder
  2. Hauptschulabschluss plus eine erfolgreich abgeschlossene
       - mindestens zweijährige Berufsausbildung
       - mindestens einjährige Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege, die bestimmten Bedingungen genügen muss
  3. Erfolgreich abgeschlossene zehnjährige allgemeine Schulbildung

Ausbildungspartner und Ausbildungsinhalte

Der theoretische und praktische Unterricht findet an den Pflegeschulen des Instituts für Soziale Berufe in Ravensburg, Wangen, Bad Wurzach und Ulm mit 2100 Stunden statt. Für den umfangreicheren praktischen Teil, mit 2500 Stunden, ist ein Ausbildungsvertrag mit dem Träger eines Pflegeheims, eines Krankenhauses oder eines ambulanten Pflegedienstes abzuschließen. Um alle Versorgungsbereiche in der Ausbildung kennenzulernen wird die praktische Ausbildung mit Einsätzen in anderen Einrichtungen ergänzt. Dabei arbeiten Pflegeschulen und Träger der praktischen Ausbildung eng zusammen. Nach zwei Ausbildungsjahren können Auszubildende entscheiden, ob sie die europaweit anerkannte generalistische Ausbildung fortsetzen wollen, oder ob sie einen nur in Deutschland anerkannten Abschluss in der Altenpflege anstreben. Wenn Sie noch eine Einrichtung suchen können Sie unter dem Menüpunkt Praxisstellen nachschauen.

Einsätze der praktischen Ausbildung

  • Orientierungseinsatz (erster Einsatz bei der Ausbildungseinrichtung) (400 Std)
  • Pflichteinsatz stationäre Akutpflege (Kran-kenhaus) (400 Std)
  • Pflichteinsatz stationäre Langzeitpflege (Pflegeheim) (400 Std)
  • Pflichteinsatz ambulante Pflege (400 Std)
  • Pflichteinsatz pädiatrische Versorgung (60 – 120 Std)
  • Pflichteinsatz psychiatrische Versorgung (120 Std)
  • Weitere Einsätze (z. B. Hospiz)
  • Vertiefungseinsatz (500 Std, letzter Einsatz wieder bei der Ausbildungseinrichtung)

Die praktischen Einsätze sind für die Ausbildungszeit geplant und Inhalt des Ausbildungsvertrags.

Ausbildungsinhalte

  • Pflegeprozesse und Pflegediagnostik in akuten und dauerhaften Pflegesituationen verantwortlich planen, organisieren, gestalten, durchführen, steuern und evaluieren.
  • Kommunikation und Beratung personen- und situationsbezogen gestalten.
  • Professionelles Handeln in unterschiedlichen Zusammenhängen verantwortlich gestalten und mitgestalten.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien reflektieren und begründen.
  • Das eigene Handeln auf der Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen und berufsethischen Werterhaltung und Einstellungen reflektieren und begründen.

Bewerbungsunterlagen

  • Bewerbungsschreiben
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • 2 x aktuelle Lichtbilder (Passfotogröße)
  • Kopie Personalausweis
  • Kopie Schulabschlusszeugnis und/oder Berufszeugnis.

Wenn der für die Ausbildung relevante Bildungsabschluss nicht in Deutschland erreicht wurde, benötigen wir die Anerkennung/Gleichstellung des in Deutschland gültigen Bildungsabschlusses. Bei Minderjährigen wird eine Einverständniserklärung der Eltern benötigt.

Nach Erhalt der vorläufigen Schulplatzzusage durch die Pflegeschule sind einzureichen:

  • Führungszeugnis für private Zwecke (Privatführungszeugnis) im Original – nicht älter als 3 Monate
  • Ärztliche Bescheinigung über die gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufes (Ärztliche Bestätigung).
  • Ggfs. Aufenthaltstitel und Bleibestatus

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